← Zurück zum Prozesslogbuch

Die AK's stimmen sich ab

Beim zweiten gemeinsamen Treffen des Prozessteams wurde sichtbar, wie stark „Kirche mit Zukunft“ bereits an Fahrt aufgenommen hat. In wenigen Wochen sind aus ersten Ideen konkrete Projekte, klare Arbeitsaufträge und ein gemeinsamer Weg für die kommenden Monate entstanden.

Am Freitag kamen erneut zahlreiche Engagierte aus dem gesamten Seelsorgebereich in St. Marien zusammen. Die Gruppe ist seit dem Auftakt weiter gewachsen – und vor allem ist aus den ersten Überlegungen inzwischen konkrete Arbeit geworden.
Zu Beginn brachten die Prozessverantwortlichen Impulse aus verschiedenen Fortbildungen mit. Dabei ging es unter anderem darum, Kirchenräume neu zu denken: als Orte, an denen Gottesdienst, Begegnung, Kultur, Bildung oder andere Nutzungen miteinander verbunden werden können. Solche Beispiele öffnen den Blick dafür, dass Veränderung nicht nur bedeutet, Bestehendes aufzugeben. Sie kann Räume schaffen für etwas, das bislang noch gar nicht möglich war.
Danach stellten die Arbeitskreise ihren aktuellen Stand vor. Der AK Kommunikation präsentierte die neue Website und den fertigen Flyer. In allen neun Gemeinden sollen außerdem sichtbare Anlaufstellen entstehen – mit einem Roll-up oder Plakat, Flyern zum Mitnehmen und einem „Kummerkasten“. Dort können Menschen direkt einbringen, was sie beschäftigt: Sorgen, Kritik, Wünsche, Ideen und konkrete Vorschläge.
Parallel laufen die ersten Gespräche mit Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen an. Einige Termine stehen bereits fest, weitere werden vereinbart. Teilweise kann der Prozess auch bei Pfarrversammlungen vorgestellt werden. Dabei wollen wir nicht nur erklären, was geplant ist. Wir wollen zuhören: Was trägt? Was fehlt? Was kostet Kraft? Was kann wachsen?
Auch die anderen Arbeitskreise haben klare nächste Schritte entwickelt. Die Sozialraumanalyse bereitet Gespräche mit Fachleuten und Akteuren vor, um die Menschen, ihre Lebenswirklichkeiten und die bestehenden Netzwerke besser zu verstehen. Der AK Pastoralstrategie hat einen konkreten Zeitplan aufgestellt: Bis Mitte Januar soll ein erster Entwurf entstehen, der anschließend beraten, überarbeitet und bis April 2027 zu einer gemeinsamen Pastoralstrategie weiterentwickelt wird.
Und genau an diesem Punkt merken wir selbst, dass sich etwas verändert. Am Anfang war vieles noch schwer greifbar: neue Begriffe, neue Gruppen, ein weiterer Prozess aus Bamberg. Inzwischen erleben wir, dass daraus vor Ort etwas Eigenes entsteht. Wir verwalten nicht einfach nur das, was ohnehin schon da ist. Wir beginnen, neu zu fragen, neu zu denken und konkrete Schritte zu gehen.
Website, Flyer, Rückmeldemöglichkeiten, Gespräche in den Gemeinden, Sozialraumanalyse und Strategiearbeit greifen zunehmend ineinander. Wir sehen, dass dieser Prozess uns tatsächlich voranbringt. Nicht irgendwann, nicht nur auf dem Papier und nicht allein durch Entscheidungen von oben – sondern durch das, was wir hier gemeinsam anstoßen.
Der Abend in St. Marien hat uns deshalb vor allem eines gezeigt: Wir können etwas bewegen. Die Arbeit läuft, neue Menschen kommen hinzu, Ideen werden konkret und aus einer zunächst abstrakten Struktur wird ein gemeinsamer Aufbruch.

Weitere Einträge ansehen